top of page

hesch gwüsst?

10. Mai 2024

Hilfe, der Heuschnupfen ist da

Es blüht und grünt wieder, Pollen haben Hochsaison. Für viele bedeutet das Wunder der Natur eine laufende Nase und juckende, tränende Augen. Mit ein wenig Vorsorge lässt sich das Leiden beherrschen.


Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn das Immunsystem überreagiert

  • Immer mehr Menschen von Pollen-Allergien betroffen

  • Einfache Schutzmassnahmen und schnelle Hilfe


Gräser, Hasel und Birke blühen wieder und verteilen ihre Blütenpollen als feinen Staub überall in der Luft. Ein milder Winter und ein regenarmes Frühjahr begünstigen die Pollenkonzentration obendrein. Aber wie kommt es, dass insbesondere Augen so empfindlich darauf reagieren? Im Gegensatz zur Nase besitzt das Auge keine Schleimhaut, die es vor Staubpartikeln und Pollen schützt. Der Blütenstaub erreicht ungefiltert die Bindehaut und kann eine leichte Reizung bis hin zu einer allergischen Konjunktivitis (Bindehautentzündung) auslösen.

Immunsystem schlägt Alarm

Die Pollenallergie oder sogenannter Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Abwehrsystems auf eine oder mehrere Pollenarten. Dabei interpretiert das Immunsystem den Kontakt mit den an sich harmlosen Eiweissen der Pollen irrtümlich als Angriff. Die Ausschüttung von Histamin durch das Immunsystem, einem körpereigenen Botenstoff, löst die allergische Reaktion aus. Damit einher geht die Erweiterung der Blutgefässe und folglich eine Rötung und Schwellung der Augen. Sie tränen, jucken, brennen und sind in diesem Zustand auch noch besonders lichtempfindlich.


Zahl der Allergiker steigt

Studien besagen, dass sich die Zahl derer, die an einer Pollenallergie leiden, in der Schweiz in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt hat. Zugeschrieben wird die Entwicklung unter anderem den Pflanzen und Bäumen in der Stadt, die als Reaktion auf Klimawandel und Luftverschmutzung aggressiver Blütenstaub produzieren.


Vorsorge ist der beste Schutz

Zwar lässt sich der Kontakt mit den Pollen leider nur schwer gänzlich vermeiden, doch immerhin minimieren und im besten Fall die eigene Wohnung oder wenigstens das Schlafzimmer weitgehend pollenfrei halten. Allem voran sollte man individuell abklären lassen, auf welche Pollenart man allergisch reagiert, um sich gezielt schützen zu können.

Zum Beispiel so:

  • Statt Kontaktlinsen eine Brille tragen. Eine enganliegende, gut schliessende Sonnenbrille schützt die Augen ausserdem vor Blütenstaub und die gereizte, überempfindliche Augenschleimhaut vor zu viel Licht.

  • Während der jeweiligen Blühphase Wohnung nur frühmorgens und abends kurz stosslüften. Tagsüber Fenster geschlossen halten. Achtung bei starkem Wind fliegen die Pollen rund um die Uhr.

  • Beim Nachhausekommen Kleidung wechseln. Vor dem Schlafengehen duschen und Haare waschen sowie Kleidung nicht im Schlafzimmer auslüften.

  • Öfter als sonst Betten frisch beziehen, täglich staubsaugen und Wäsche nicht im Freien trocknen.

  • Anstrengende, körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden, insbesondere Rasen mähen und Gartenarbeit.

  • Sport vorübergehend nach Drinnen verlegen.

  • Beim Autofahren Fenster geschlossen halten.

  • Verreisen, wenn die Pollen fliegen. In den Bergen oberhalb 2000 Meter, am Meer oder in der Wüste ist die Luft fast pollenfrei.

Ein Augenbad sorgt für sofortige Linderung bei Heuschnupfenaugen. Probieren Sie es aus!

Pollensituation einfach per Smartphone checken

Betroffene können sich mit der «Pollen-News»- App direkt via Smartphone oder auf der Website von Allergiezentrum Schweiz über die aktuelle Situation informieren. Ausser Pollenprognosen gibt es dort auch Informationen rund um Allergien und Tipps für den Umgang damit.


Schon gewusst?

Im Vorfeld von Gewittern und Niederschlägen können die Pollen durch Windböen aufgewirbelt werden. Dann steigt die Belastung kurzzeitig kann. Die gute Nachricht: Nach einem langen, intensiven Niederschlag sind alle Pollen aus der Luft ausgewaschen und die Allergiebeschwerden lassen nach.


Wir helfen Ihnen, fragen Sie uns!

Wir Gesundheitsoptiker beraten Sie zu allen Aspekten rund um die Augen und das Sehen und sind auch erste Anlaufstelle, wenn es um allergische Augenirritationen geht.


Beitrag verfasst von Anita Straub, Optometristin FH, B.Sc. EurOptom

Bild von Gesundheitsoptik.ch

bottom of page